Vita

Andreas Schmidt

Andreas Schmidt

Schon als Kind entdeckte ich meine Begeisterung für die asiatischen Kampfkünste.

Alles begann mit einer Fernseh-Serie, „Kung Fu“, in der ein Mönch aus dem Shaolin-Kloster diverse Abenteuer zu bestehen hatte. Mich faszinierte die Kombination aus Selbstverteidigung und tiefer östlicher Weisheit. Auch die Verbindung zur Chinesischen Medizin begeisterte mich. Das wollte ich auch lernen. Als 11-jähriger  begann ich zu trainieren. Ich begann mit Judo, später Karate. Als Jugendlicher entdeckte ich Meditation für mich und fing an, daoistische und buddhistische Klassiker zu lesen.

 

Mit 15 lernte ich Taijiquan kennen. Ich war sofort Feuer und Flamme dafür: Endlich hatte ich gefunden, was ich suchte. Hier kam alles zusammen. Allerdings war es nicht einfach, einen guten Lehrer zu finden.

Mein erster Lehrer war zwar kein begnadeter Kämpfer, aber ein Heilpraktiker und Psychotherapeut. Er wurde mir in dieser Hinsicht ein Vorbild. Nach einem Jahr wanderte er zu seinem Guru Osho nach Amerika aus.

Mein zweiter Lehrer, Detlef Zimmermann, war ein excellenter Kämpfer. Er unterrichtete Taijiquan im Rahmen des „Chinese Boxing“ bzw. „Kai Sai Kung Fu“ zusammen mit anderen chinesischen Kampfkünsten wie Xingyiquan, Baguazhang und Wing Chun. Auch Bruce Lee`s Jeet Kune Do und das philipinische Waffensystem Kali waren integriert. Das System war eine Kreation des Amerikaners Christopher Casey, der beruflich in Taiwan gewesen war. Er gestaltete es als „Synthese der Essenzen„. Über 15 Jahre studierte ich bei Detlef und bildete als sein erster Meisterschüler schließlich selber Lehrkräfte aus.

Eine Trainingsreise nach Taiwan, die ich 1998 unternahm, stellte meine Welt auf den Kopf. Bei Großmeistern der Kampfkünste erlebte ich Fähigkeiten, die ich bis dahin nicht geahnt hatte. Ich sah mich, als durchtrainierten 30-jährigen, Gegnern gegenüber, die 65 oder sogar schon über 80 Jahre alt waren, und gegen die ich nicht die Spur einer Chance hatte. Ihre Präzision faszinierte mich. Mit der Korrektur durch diese Meister musste ich noch einmal bei Null anfangen.

Ich wollte eine einzelne klassische Kunst komplett und in Perfektion lernen.

Ich suchte nach dem besten Lehrer für mich. Fündig wurde ich in Hamburg: Dort hatte ich bereits ´97 meinen heutigen Lehrer, Meister Jan Silberstorff kennengelernt. 1999 reiste ich, teils als Gruppenreise mit Jan, teils auf eigene Faust, in die VR China, zu den Wurzeln des Taijiquan. Ich besuchte Chenjiagou (den Ursprungsort des Chen-Taijiquan) und nahm dort an einem Turnier teil, fuhr nach Yongnian (Ursprung des Yang- und Wu-Taijiquan), lernte dort bei Yang Zhenhe, verbrachte ein paar Tage im Louguantai-Kloster (hier schrieb Laozi das Daodejing), dort hörte ich Vorträge von Ren Farong (dem heutigen Oberhaupt des Daoismus) und erhielt eine Einführung in Meditation, besuchte das Shaolin-Kloster (hier Begründete Boddhidarma um 500 n. Chr. gleichzeitig den Zen-Buddhismus und das Shaolin-Kung Fu) und lernte in Peking von Xiao Chenlin, einem Schüler von Chen Fake (Begründer des Xinjia-Chen-Taijiquan).

Seither widme ich mich ganz dem Chen-Taijiquan.

Gelegentlich schnupperte ich noch in andere Künste hinein, tauschte mich mit Vertretern anderer Stile kämpferisch aus, aber meine Orientierung war jetzt klar.

Je tiefer ich in das Chen-Stil Taijiquan eindringe, umso mehr entdecke ich, das darin alles zu finden ist, was ich suche. Nicht nur als Kampfkunst, sondern auch als „Roter Faden, der sich durch mein Leben zieht“, und mir durch alle Lebens-Kriesen hindurch geholfen hat.

So hat es mir mehrfach „das Leben gerettet“, nicht nur in körperlichen Auseinandersetzungen, von denen ich in jungen Jahren viel zu viele zu bestehen hatte. Heute bin ich glücklicherweise Schlau genug geworden, solchen Situationen aus dem Weg zu gehen, bzw. ziehe diese auch – dank meiner veränderten Ausstrahlung – nicht mehr an. Will ich es dann doch noch ein mal wissen, dann gehe ich auf ein Turnier.

Auch spirituell, meditativ und philosophisch ist es meine Orientierung und Praxis geworden. Ebenso bildet es die Basis meiner beruflichen Tätigkeit.

Ich bin 1967 bei Hannover geboren und aufgewachsen. 1988 zog ich nach Berlin, wo ich 28 Jahre gelebt und selbstständig als Heilpraktiker und Taijiquan-Lehrer gearbeitet habe. Seit Mai 2016 lebe ich mit meiner Familie im Kraichgau, der Heimat meiner Ehefrau.

 


Ausbildungen Kampfkunst:

WCTAGTaijiquan (Chen-Stil, geprüfter Lehrer der WCTAG, 3. Dan / Duan wei) seit 1997 bei meinem Shifu Meister Jan Silberstorff, einem Schüler von Großmeister Chen Xiaowang, dem aktuellen Welt-Oberhaupt des Chen-Taijiquan.

 

 

Chinese Boxing / Kai Sai Kung Fu (Instructor Taijiquan, Xingyiquan, Wing Chun, Chinese Boxing) 1983-1999 bei Detlef Zimmermann (CBII / Chinese Boxing Institut International).

Judo 1. Kyu / brauner Gürtel (Judo war ab 1979 meine erste Kampfkunst)

Grundkenntnisse in verschiedenen anderen Kampfkünsten, u.a. Karate (Goju-Ryu), Thai-BoxenKickboxenJu JutsuKali (philipinischer Waffenkampf), Schießsport

Seminare / Unterricht bei verschiedenen Meistern / Großmeistern: CHEN-TAIJIQUAN: Chen Xiaowang, Chen Zhijiang, Shen Jijing, Frank Marquardt, Harald Bundschuh, Xiao Xinlin, Xiao Jumin, YANG-TAIJIQUAN: Yang Zhenhe, Dao Pingxiang, William C. C. Cheng, Tojo Kobajashi, CHINESE BOXING: Manfred Steiner, James Cravens, WING CHUN: Lo Mankam, GOJU-RYU KARATE-DO: Im Bak, JUDO: Lothar Nest u.a.

Stil-offener kämpferischer Erfahrungsaustausch


Turniererfolge (Tuishou):

Mitglied Team-Taiji.de 20171998 internationale deutsche Kung Fu-Meisterschaft:  2. PLATZ und 3. PLATZ

1998 Teilnahme am internationalen Taijiquan-Turnier in Chenqiagou / Wenxian VR China (= Weltmeisterschaft)

2002 Erste internationale deutsche Tuishou-Meisterschaft 2. PLATZ

2017 internationales Taijiquan-Turnier in Hamburg, „Schiebende Hände im festen Stand“: 3. PLATZ

2017 internationale Niederländische Taijiquan Meisterschaft  in Utrecht: 2x  3. PLATZ

2018 Wu Wei Cup Hamburg: 3. PLATZ

Außerdem Turnierteilnahmen im Judo, Karate und Kick-Boxen, u.a.:

  • 2018 Deutsche Meisterschaft im Kickboxen, Sinsheim, „Leichtkontakt KICKBOXEN Veteranen ab 45 Jahre“ 2. Platz

Heilpraktikertätigkeit:

Als Heilpraktiker arbeite ich hauptsächlich mit

Heilpraxis_Schmidt_Logo_Big

Akupunktmassage nach Penzel, einer Kombination aus Techniken der Traditionellen Chinesischen Medizin und moderner Osteopathie

Klassischer Akupunktur (Diplom der Academy of Chinese Acupunture)

Ganzheitlicher Massage

Außerdem fließen in meine Arbeit auch Erkenntnisse der Körperorientierten Psychotherapie mit ein.